Die Abdichtungsnorm DIN 18195 wurde komplett überholt. Die dafür neu beschlossenen fünf anwendungsbereichsbezogene Nachfolgenormen beschreiben seit dem 01.07.2017 die technischen Ausführungen.

Die folgenden Angaben gelten für die Planung, Ausführung und Instandhaltung der Abdichtung von Boden- und Wandflächen in Innenräumen mit bahnenförmigen und flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen gegen Wasser mit einer planmäßigen Anstauhöhe bis 10 cm.

Die neuen Normen regeln

  • DIN 18195 – Abdichtung von Bauwerken – Begriffe
  • DIN 18531 – Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen
  • DIN 18532 – Abdichtung von befahr- baren Verkehrsflächen aus Beton
  • DIN 18533 – Abdichtung von erd- berührten Bauteilen
  • DIN 18534 – Abdichtung von Innenräumen
  • DIN 18535 – Abdichtung von Behältern und Becken

Die Kosten für Wasserschäden sind im Laufe der letzten 17 Jahre auf ein Rekordniveau gestiegen. Statistische Untersuchungen zeigen, dass alle 30 Sekunden in Deutschland ein Rohr platzt, eine Armatur leckt oder sich eine Dichtung löst.  Daraus ergibt sich ein Anstieg von 20 Prozent an gemeldeten Leitungswasserschäden. Laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mussten im vergangenen Jahr rund 2,6 Milliarden Euro erstattet werden.

Die meisten Wasserschäden werden laut GDV in 40 bis 45 Jahre alten Gebäuden gemeldet. Auf 1 000 Verträge kommen 77 Schäden. Häuser bis zu 15 Jahren sind aufgrund ihres Alters seltener betroffen. Hier werden nur 15 Wasserschäden verzeichnet. Dennoch gilt, je jünger das Gebäude, desto höher die Schadenssumme.